5 Tage Kultur- & Genussreise durch Siebenbürgen & Banat: Siebenbürgen und das Banat zählen zu den kulturhistorisch vielfältigsten Regionen Europas. Diese fünftägige Kultur- und Genussreise führt von Wien aus durch beeindruckende Landschaften, geschichtsträchtige Städte und traditionsreiche Dörfer Rumäniens. Auf dem Programm stehen bedeutende historische Sehenswürdigkeiten, einzigartige Architektur, kulinarische Spezialitäten und Begegnungen mit der regionalen Kultur. Begleitet von einer deutschsprachigen Reiseleitung entdecken die Teilnehmer Orte wie Oradea, Sibiu und Timișoara, erleben die Schönheit der Karpatenlandschaft und lernen das reiche kulturelle Erbe der Region kennen. Die Reise findet an folgenden Terminen statt: 12. - 16. August / 22. - 26. Oktober / 4. - 8. Dezember 2026 / 30. Dezember 2026 - 3. Jänner 2027.
Tag 1: Wien – Oradea (Großwardein) - Tageskilometer 550
Abfahrt am Morgen um ca. 7 Uhr von Wien Erdberg vom Busbahnhof mit einem komfortablen Reisebus. Die Fahrt führt über Ungarn nach Oradea (Großwardein), eine der architektonisch schönsten Städte Rumäniens. Am Nachmittag Ankunft in Oradea und Begrüßung durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung bei einem Cocktail-Empfang im Hotel.
Stadtbesichtigung Oradea
Die Geschichte der Stadt reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. König Ladislaus I. von Ungarn machte Oradea um 1080 zum römisch-katholischen Bischofssitz. Über Jahrhunderte entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden religiösen, politischen und kulturellen Zentrum des Königreichs Ungarn und später der Habsburgermonarchie. Besonders beeindruckend ist heute die außergewöhnlich gut erhaltene Jugendstil-Architektur (Secession), die Oradea zu einem architektonischen Juwel Mitteleuropas macht.
Geführter Rundgang durch die historische Altstadt mit ihren wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Rathaus
Der Abend steht zur freien Verfügung. Übernachtung in einem zentral gelegenen 4-Sterne-Hotel in Oradea.
Tag 2: Oradea – Apuseni-Gebirge (Westkarpaten) – Turda – Alba Iulia – Sibiu - Tageskilometer 300
Frühstück im Hotel. Am Morgen Fahrt von Oradea nach Sibiu (Hermannstadt). Die Route führt zunächst durch die beeindruckende Landschaft der Apuseni-Berge (Westkarpaten) und weiter über Gilău (Julmarkt), Turda (Thorenburg) und Alba Iulia (Karlsburg).
Schloss Rákóczi-Bánffy in Gilău
Erster Halt in Gilău (Julmarkt) zur Besichtigung des historischen Rákóczi-Bánffy-Schlosses. Der Bau stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und diente später unter anderem als Residenz der ungarischen Königin Isabella Jagiellonica.
Salzbergwerk Turda
Weiterfahrt nach Turda (Thorenburg). Hier besichtigen wir die berühmte Salina Turda, eines der ältesten Salzbergwerke Siebenbürgens. Die ehemalige Mine wurde spektakulär zu einem modernen Besucherbergwerk umgestaltet und gilt heute als eine der beeindruckendsten unterirdischen Sehenswürdigkeiten Europas.Weiterfahrt nach Alba Iulia (Karlsburg/Weißenburg)
Alba Iulia (Karlsburg)
Anschließend Weiterfahrt nach Alba Iulia, historisches Zentrum des Fürstentums Siebenbürgen. Die Stadt Alba Iulia war von 1451 bis 1690 kulturelles und administratives Zentrum des unter osmanischer Oberherrschaft stehenden Fürstentums Siebenbürgen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt von den kaiserlichen Truppen Karls VI. besetzt. 1714 wurde nach Plänen von Giovanni Morando Visconti im Auftrag des Prinzen Eugen von Savoyen mit dem Bau der siebeneckigen Festung im Vauban-Stil begonnen. Besichtigung der imposanten Vauban-Festung, einer der größten barocken Festungsanlagen Südosteuropas.
Sehenswürdigkeiten:
Weiterfahrt nach Sibiu, eine der bedeutendsten historischen Städte Siebenbürgens und Europäische Kulturhauptstadt 2007. In Siebenbürgen bildete Hermannstadt das Oberzentrum im wichtigsten Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen. Der Hermannstädter Stuhl war auch flächenmäßig der größte.
Vermutlich 1147 erreichten die ersten deutschen Siedler die Gegend. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1191. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hermannstadt außerdem zu einem Handelszentrum von internationaler Bedeutung. Als Folge der Bedrohung durch die Türken ließ die Stadt drei Mauerringe (die teilweise noch erhalten sind) mit 39 Türmen und mehreren großen Toren errichten. Hermannstadt war das politische Zentrum der Siebenbürger Sachsen und Sitz der Universitas Saxonum, einer Art Siebenbürger Parlament, das sich bis 1878 um siebenbürgisch-sächsische Belange kümmerte und ein Symbol der politischen Einheit und Unabhängigkeit der Siebenbürger Sachsen war. Im Jahr 1692, nachdem Siebenbürgen Österreich angegliedert wurde, ließen sich in der Stadt kaiserliche Truppen nieder. 2017 wurde Hermannstadt der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.
Geführter Rundgang durch die Altstadt:
Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel in Sibiu.
Tag 3: Sibiu – Sibiel – Großpold – Hunedoara – Timișoara - Tageskilometer 300
Frühstück im Hotel.
ASTRA Freilichtmuseum
Der Tag beginnt mit einem Besuch des ASTRA-Freilichtmuseums, eines der größten ethnografischen Freilichtmuseen Europas mit zahlreichen originalgetreu wiedererrichteten Gebäuden traditioneller rumänischer Dorfarchitektur. Traditionelles Mittagessen in Sibiel. Anschließend Fahrt in das malerische Dorf Sibiel (Budenbach) am Rand der Karpaten. Hier genießen wir ein traditionelles Mittagessen auf einem Bauernhof mit regionalen Spezialitäten und lokalen Getränken.
Weinverkostung in Großpold
Weiterfahrt nach Apoldu de Sus (Großpold), einem der historischen Siedlungsorte der sogenannten Siebenbürger Landler – protestantischer Siedler aus den österreichischen Erblanden, die im 18. Jahrhundert nach Siebenbürgen umgesiedelt wurden. Die Deportation von Protestanten unter Karl VI. und vor allem Maria Theresia aus den habsburgischen Ländern wurde beschönigend als „Transmigration“. Über 800 Menschen aus Kärnten und aus dem Salzkammergut wurden nach Siebenbürgen deportiert. Sie wurden in Südsiebenbürgen auf dem Königsboden angesiedelt, in den Gemeinden Großpold, Großau und Neppendorf bei Hermannstadt. Im Weingut Apoldium erwartet uns eine Verkostung regionaler Weine.
Schloss Corvinilor in Hunedoara
Am Nachmittag Fahrt nach Hunedoara (Eisenmarkt) zur Besichtigung des spektakulären Corvin-Schlosses, eines der bedeutendsten gotisch-renaissancezeitlichen Bauwerke Südosteuropas. Die Burg war Stammsitz der Familie Hunyadi und wurde im 15. Jahrhundert unter Johann Hunyadi und später unter König Matthias Corvinus erweitert.
Timișoara (Temeswar)
Anschließend Weiterfahrt ins Banat nach Timișoara. Die Stadt gilt als eine der elegantesten Städte Rumäniens und wurde aufgrund ihrer Architektur oft als „Kleines Wien“ bezeichnet. 1884 war Timișoara die erste Stadt auf dem europäischen Festland mit vollständig elektrischer Straßenbeleuchtung. Hier begann 1989 die Revolution gegen das kommunistische Regime. Die Stadt gehörte zu der wichtigsten und weitentwickelten Stadt der Donau-Monarchie und verfügt über der größten Anzahl an historische Baudenkmäler in Rumänien. Im Jahr 2023 wurde Timisoara Europäische Kulturhauptstadt. Zu dem bekanntesten Sohne und Tochter der Stadt gehören: Johnny Weißmüller (Tarzan), Francesco Illy (der Erfinder der Kaffee-Automaten), Ioan Holender (der Dienstältester Direktor der Wiener Staatsoper), Herta Müller (Nobel-Preis für Literatur), Stefan Hell (Nobel-Preis für Chemie), der Regisseur Robert Dornhelm oder die langjährige Weltmeisterin im Hochspringen Iolanda Balas.
Stadtbesichtigung Timișoara (Temeswar)
Geführter Stadtrundgang:
Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel in Timișoara.
Tag 4: Tagesausflug ins Banat – Wallfahrt, Geschichte und Wein - Tageskilometer 200
Frühstück im Hotel.
Zăbrani (Guttenbrunn)
Ausflug ins Banater Umland zum Geburtshaus des Schriftstellers Adam Müller-Guttenbrunn, einer wichtigen literarischen Stimme der Donauschwaben. Adam Müller-Guttenbrunn (* 22. Oktober 1852 in Guttenbrunn, Woiwodschaft Serbien und Temeser Banat, † 5. Januar 1923 in Wien), war ein deutsch-österreichischer Schriftsteller, Journalist, Bühnenautor, Theaterdirektor, Kritiker und Nationalrat. Er gilt als Integrationsfigur und Hauptvertreter der Literatur der Donauschwaben.
Neudorf
Besichtigung der katholischen Kirche mit der Ruhestätte der Erzherzogin Maria Anna von Habsburg, Tochter Kaiser Leopolds II. und Maria Luisa von Spanien, die 1809 während einer Reise hier verstarb. Erzherzogin Maria Anna Ferdinanda von Habsburg (geb. 21. April 1770 in Florenz, Großherzogtum Toskana; gest. 1. Oktober 1809 in Neudorf, Kaisertum Österreich) war von 1791 bis 1800 Königin von Böhmen.
Wallfahrtsbasilika Maria Radna
Weiterfahrt nach Maria Radna, dem bedeutendsten römisch-katholischen Wallfahrtsort des Banats. Die barocke Basilika wurde im 18. Jahrhundert errichtet und besitzt ein berühmtes Gnadenbild, dem seit dem 17. Jahrhundert wundertätige Kräfte zugeschrieben werden. Das Kloster wurde 1750 im Barockstil erbaut. 1992 verlieh Papst Johannes Paul II. der Wallfahrtskirche Maria Radna den Titel Basilica minor. Neben der Wallfahrtskirche befindet sich das ehemalige Franziskanerkloster. Vor dem Eingang der Gnadenkirche liegt die 1892 erbaute Marien-Kapelle. Ein 1890 geweihter Kreuzweg führt über 14 Stationen und einer Kanzel auf den Kalvarienberg.
Arad
Am Nachmittag Fahrt nach Arad, einer historischen Stadt am Fluss Mureș mit bedeutender Rolle in der Revolution von 1848/49. Nach der Schlacht bei Mohács (1687) begann die Habsburgermonarchie eine großangelegte Offensive in Richtung Osten. Arad wurde bereits im Jahre 1687 von der Türkenherrschaft befreit. Im Jahre 1689 arbeitete Prinz Eugen von Savoyen die Pläne zum Wiederaufbau der ehemaligen Festung aus. Die Bauarbeiten der Arader Festung wurden von Johann Georg Haruckern zwischen 1763 und 1783 geleitet. Arad wurde zum Zentrum der österreichischen Militärgrenze. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) gelangte auch das Banat unter habsburgische Herrschaft. Von hier aus verkündete Lajos Kossuth am 11. August 1849 seine Proklamation. Die Revolutionsregierung Ungarns wählte am 30. Juli 1849 Arad zum Regierungssitz der ungarischen Republik. Nachdem die Revolution zerschlagen wurde, wurden hier auch 13 Anführer und Generäle des Aufstands von 1848/49, auf Befehl des österreichischen Generals Julius von Haynau am 6. Oktober 1849 hingerichtet. Diese sind als die Märtyrer von Arad in die Geschichte eingegangen. Der 1881 errichtete Obelisk erinnert an diese Ereignisse. Wir werden die Stadt und seine Sehenswürdigkeiten besuchen:
Stadtrundfahrt mit Besichtigung:
Anschließend Rückfahrt nach Timișoara.
Abschiedsabend im Weingut
Am frühen Abend Fahrt zum Weingut Aramic im Dorf Silagiu. Dort erwartet uns ein festlicher Abschlussabend mit regionalem Essen, Weinverkostung und musikalischer Unterhaltung.Rückfahrt zum Hotel. Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel in Timișoara.
Tag 5: Timișoara – Szeged – Budapest – Wien - Tageskilometer 550
Frühstück im Hotel. Rückfahrt nach Wien über Szeged und Budapest. In Budapest ist ein Aufenthalt mit Gelegenheit zum individuellen Mittagessen vorgesehen. Ankunft in Wien am Abend.
Mindestteilnehmerzahl 30 Personen
| Termine: 12. - 16. August / 22. - 26. Okt./ 4. - 8. Dez. 2026 | Preis pro Person |
| Pauschalpreis im Doppelzimmer / Person | 599,- |
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Einzelzimmerzuschlag |
160,- |
| Termin: 30. Dez. 2026 - 3. Jänner 2027 (Silvester) | Preis pro Person |
| Pauschalpreis im Doppelzimmer / Person | 699,- |
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Einzelzimmerzuschlag |
160,- |
Info: 1 Stunde Zeitverschiebung zwischen Wien und Timisoara (Wien 12 Uhr / Timisoara 13 Uhr)
Per E-mail: [email protected]
Telefon: 01-59970
Persönlich: Im Reisecenter, 1060 Wien, Mariahilfer Strasse 125
Preisstand: 5. Mai 2026, Preise gültig vorbehaltlich Verfügbarkeit.
Reiseveranstalter Stafa Reisen - Allesreise.at